Arbeitgebermarke, HR-Experts

„Wir wollen Sport transparenter und spannender machen“

Manch einer sieht im E-Sport keinen sportlichen Wettkampf, andere eine Chance, den Sport an sich zu digitalisieren – dass die Branche sich im Umbruch befindet, ist offensichtlich. Wir sprachen mit Isabelle Schuhmacher aus dem SAP Global Sponsorship, die diesen Wandel als Möglichkeit für Employer Branding nutzen möchte.

In München entsteht im Olympiapark eine neue Sportarena für Eishockey und internationalen Basketball – der SAP Garden. Was verspricht sich SAP als Arbeitgeber hiervon, welche Unternehmenswerte finden sich in solchen Bauunternehmungen wieder?
Der SAP Garden ist ein wichtiges Innovations- und Technologieengagement für die SAP. Mit Red Bull und dem FC Bayern München arbeiten wir schon seit Jahren erfolgreich zusammen – als Kunden und Partner. Wir wollen neue Standards bezüglich Technologie und Fan-Experience setzen. Mit dem Ziel vor Augen, den Fans einzigartige Sporterlebnisse zu ermöglichen, wird der SAP Garden dank modernster SAP-Lösungen, innovativen Technologien und gut durchdachten Prozessen eine Fan-Experience der besonderen Art bieten.

E-Sport wird von Sportreportern wie Michael Körner gerne auf die Gamer reduziert, der Sportfaktor abgesprochen, ebenso vom Deutschen Olympischen Sportbund. Wie kam es zur Entscheidung, sich für das Employer Branding im Bereich (E-)Sport hervorzuheben?
Der E-Sports-Bereich wird von Jahr zu Jahr größer und die Nachfrage nach aussagekräftigen Daten und Analysesoftware ist groß. Funktionen für das Performance-Coaching, hilfreiche Einblicke für Fans, Scouting und Talentmanagement für die Teams – all dies ist gefragt. Des Weiteren haben Spiele-Publisher, Veranstalter und Liga-Organisatoren spezielle Anforderungen und Bedürfnisse. Ziel der SAP ist es, mit allen Interessengruppen zusammenzuarbeiten, Teil des Ökosystems zu werden und dieser wachsenden Community mit unseren Technologien zusätzlichen Nutzen zu bieten.

Mittlerweile sponsorn wir mit Team Liquid ein international erfolgreiches E-Sports Team, arbeiten mit Veranstaltern wie der ESL, PGL oder Starladder zusammen und sind auf Events wie der Gamescom präsent. Unsere speziell für E-Sports entwickelten Lösungen helfen Team Liquid bei der Analyse ihrer Leistung. Zudem haben wir zum Beispiel In-Game Daten Analyse erstellt, die Fans und Kommentatoren interessante Fakten zu einzelnen Spielzügen aufzeigen.

Wen will SAP mit dem Engagement im Bereich E-Sports ansprechen?
Durch E-Sports eröffnet sich SAP eine sehr interessante Zielgruppe: die „Digital Natives.“ Sie sind technik-affin, weltoffen, engagiert und gut ausbildet – ideal, um gutes Personal zu gewinnen, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern und Mitarbeiter zu binden. Außerdem ist SAP als innovationsorientiertes Unternehmen natürlich an E-Sports interessiert, denn es ist ein zu 100 Prozent digitaler Sport mit hohem Entwicklungstempo. Der Bereich bietet verschiedene Einstiegspunkte für die Integration von SAP-Technologien – eine gute Möglichkeit, das Marktgeschehen zu beeinflussen und die Marke SAP in diesem Bereich noch bekannter zu machen. Viele jetzige und zukünftige SAP-Mitarbeiter, Kunden und Entscheidungsträger sind begeisterte E-Sports-Konsumenten.

Also dürfte SAP hier vor allem mit einer eher männlich geprägten Zielgruppe zusammentreffen. Kann man sich das so heutzutage „noch erlauben“, greift das Engagement in Sachen Employer Branding nicht sehr kurz?
Employer Branding zieht sich bei uns durch viele verschiedenen Aktivitäten in unterschiedlichen Partnerschaften. Unser Ziel ist es, als innovativer Arbeitgeber für Männer und Frauen gleichermaßen attraktiv zu sein, indem wir die Menschen auf einer emotionalen Ebene ansprechen: als Fans. Egal ob im Tennis, Fußball, Basketball, Reiten oder Motorsport – überall wird durch SAP das Fan-Erlebnis verbessert und Sportarten transparenter und spannender.


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