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Multiposting als wichtiges Tool

Der Fachkräftemangel lässt die Luft für Recruiter dünner werden: Unser Arbeitsmarkt hat sich zu einem Bewerbermarkt entwickelt. Wer in Zeiten des Fachkräftemangels passendes Personal finden möchte, muss Stellenanzeigen so effektiv wie möglich verbreiten. Lange Zeit war es so, dass die Premiumjobbörsen alternativlos für Recruiter gewesen sind. Mit Multiposting kommt eine Alternative ins Spiel, die immer mehr Anhänger findet. Wir stellen das Verfahren anhand des dreistufigen Modells der Agentur pergenta dar.

Nur wenn eine Stellenanzeige von potentiellen Kandidaten gesehen wird, kann sie die Jobsuchenden auch überzeugen und eine Bewerbung von ihnen auslösen. Eine hohe Streuung im Netz an den richtigen Stellen ist somit ausschlaggebend für den Erfolg einer Anzeige. Eine Alternative zum Schalten der Stellenanzeige nur auf der eigenen Homepage und auf einer Jobbörse stellt das sogenannte Multiposting dar.

Beim Multiposting-Verfahren wird die Anzeige nicht nur auf der eigenen Homepage, sondern darüber hinaus auch auf zahlreichen Jobbörsen, Karriereportalen, in sozialen Netzwerken und auf der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit gleichzeitig geschaltet, um die Auffindbarkeit und die Reichweite einer Stellenanzeige zu erhöhen. Erfahrene Multiposting-Anbieter platzieren die Anzeigen zielgruppengenau auf den Seiten, die die Bewerber aufsuchen. Für den Auftraggeber bieten sich neben der gesteigerten Reichweite noch weitere Vorteile: Er spart Zeit und Geld. Da die Stellenschaltung mit nur einem Klick erfolgt, entfallen zeitintensive Verhandlungen mit den einzelnen Jobbörsen über die unterschiedlichen Konditionen einer Direktschaltung. Zusätzlich werden auch die Kosten gesenkt: Die Einzelschaltung bei den verschiedenen Jobbörsen würde stets zu deutlich schlechteren Konditionen erfolgen.

Multiposting eine Alternative zu Premiumbörsen?

Wir haben einen Multiposting-Anbieter besucht, den Münchner Anbieter GermanPersonnel und dessen angeschlossene Agentursparte pergenta, die sich zum Ziel gesetzt hat, für ihre Kunden zum bestmöglichen Preis eine in der Zielgruppe signifikante Reichweite zu erreichen. Wie gelingt es den Multiposting-Anbietern zu einer ernst zu nehmenden Alternative für die Premiumjobbörsen wie Stepstone zu werden?

Programmatic Job Advertising und Real Time Bidding

Aufgrund von Big Data Analysen ist GermanPersonnel in der Lage, Bewerbervorhersagen zu errechnen. So erfährt ein Kunde schon vor der Stellenschaltung, wie viele Klicks nötig sind, um eine Bewerbung zu erhalten – und auch, wie viele Bewerbungen für eine Stellenbesetzung gebraucht werden. Dies hängt von einer Vielzahl von Mikro- und Makrofaktoren ab, die in das Data Driven Recruiting einfließen und ermöglicht eine genaue Berechnung der möglicherweise noch zusätzlich zum kostenlosen – sogenannten organischen – Traffic eingekauften Klicks. GermanPersonnel-Geschäftsführer Marco Kainhuber erklärt: „Das Multiposting-Verfahren deckt grundsätzlich erstmal nur die organische Reichweite auf den Jobbörsen ab. Es dient als Fundament einer erfolgreichen Stellenschaltung. Darauf basierend werden die Recruiting- Kampagnen dann berechnet.“ Bei schwieriger zu besetzenden Stellen bräuchten diese naturgemäß mehr Reichweite, Aufmerksamkeit und somit Klicks, was man durch zusätzliche Recruiting-Kampagnen und eventuell durch die Schaltung auf kostenpflichtigen Jobbörsen und auch anderen Werbeplätzen erreichen könne.

Was gewinnt ein Kunde dadurch, dass sich die GermanPersonnel-Agentur pergenta darauf spezialisiert hat, datenbasierte Bewerbervorhersagen zu errechnen und programmatisch Stellenanzeigen auf zielgruppengeeigneten Medienkanälen auszuspielen und bestmöglich zu verteilen? Die Antwort lautet: Mehr Effizienz. Im Real Time Bidding werden die Preise mit den Veröffentlichungsmedien automatisch in Echtzeit verhandelt. Bezahlt wird letztelich nur der kostenpflichtige Klick.

Dies ermöglicht einen optimalen Einsatz des Medienbudgets und absolute Transparenz. Das Vermarktungsmodell funktioniert somit wie ein Echtzeit-Navi, das in seine Routenberechnung Umleitungen und Staus miteinbezieht und so ein realistischeres Ergebnis abliefert.

Das Drei-Stufen-Modell der intelligenten Multiposting-Vermarktung

Die sieben Blumentöpfe symbolisieren sieben Positionen, die zu besetzen sind. Im ersten Schritt versucht man in den Blumentöpfen möglichst viel Regenwasser (Klicks) aufzufangen, weil dies kostenlos ist. Der Vorteil ist, dass alles Regenwasser, das hier eingefangen wird, später nicht mehr zusätzlich in Form von künstlicher Bewässerung (kostenpflichtigen Kampagnen) investiert werden muss.

1. Organische Reichweite erhöhen durch Multiposting

Wie bereits beschrieben, geht es im ersten Schritt um die Erhöhung der Sichtbarkeit der Stellenanzeige über ihre Plazierung im organischen Bereich von Jobsuchmaschinen.

2. Recruiting-Kampagnen

Wenn der organische Traffic nicht genügend Bewerbungen generiert, können Recruiting-Kampagnen die Zugriffszahlen weiter erhöhen. So bekommen die Stellenanzeigen noch mehr Sichtbarkeit, wenn die Dienste von kostenpflichtigen Meta-Suchmaschinen wie zum Beispiel Indeed, Kimeta und anderen in Anspruch genommen und dort zusätzliche Klicks eingekauft werden.

Hier wird somit zusätzliches Wasser eingekauft, jedoch stets nur genau die Menge, die noch fehlt, um genügend Bewerbungen zu erhalten. Im Gegensatz zum kostenlosen Regenwasser muss bei Recruiting-Kampagnen Geld investiert werden, das hier in Form der Gießkanne dargestellt ist und die kostenpflichtige Bewässerung der Blumentöpfe veranschaulichen soll.

3. Kostenpflichtige Jobbörsen

Manche Stellen sind so schwer zu besetzen, dass es nötig ist einen individuellen Recruitingplan zu erstellen, der auch regionale und fachbezogene Jobbörsen berücksichtigt.

Im dritten Schritt düngt man also, indem die Stellenanzeigen zusätzlich auf kostenpflichtigen Jobbörsen oder auch anderen Werbeplätzen im Internet geschaltet werden, denn letztendlich ist eine Stellenanzeige nichts anderes als eine Werbeanzeige.

 

 

 

 

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